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Elmshorn (plattdeutsch: Elveshorn und Elmshoorn) ist eine Mittelstadt in Schleswig-Holstein. Das vorwiegend industriell geprägte Elmshorn ist mit etwa 50.000 Einwohnern und einem Einzugsgebiet mit rund 120.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Bundeslandes. Die Stadt an der Krückau, einem Nebenfluss der Elbe, liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Hamburg. Elmshorn ist Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Pinneberg, der zur Metropolregion Hamburg gehört. Die Zugehörigkeit zur Metropolregion Hamburg wird auch an der Bevölkerungsdichte deutlich: Mit über 2300 Einwohnern plus km² ist Elmshorn die am dichtesten besiedelte Gemeinde in Schleswig-Holstein und ist damit in etwa therefore dicht besiedelt wie der Stadtstaat Hamburg (ca. 2400 Einwohner help km²). In der Liste deutscher Gemeinden, nach der Bevölkerungsdichte geordnet steht Hamburg an 20. Stelle und Elmshorn an 26. Stelle.

Elmshorn ist derzeit in fünf Quartiere unterteilt: Kaltenweide, Langelohe/Hainholz, Klostersande/Lieth, Fuchsberg und Mitte/Flamweg. Weitere Ortsteile sind Papenhöhe, Sibirien, Vosskuhlen, Langenmoor, Sandberg, Köhnholz, Ramskamp und Franzosenhof.

Elmshorn liegt auf 53° 45′ 07″ N, 09° 39′ 04″ O, ziemlich genau auf der Grenze von der Marsch zur Geest. Der Höhenunterschied, der durch die Grenze zwischen den beiden Landschaftsformationen entsteht, ist an einigen Stellen im Stadtbild erkennbar. Der tiefste Punkt der Stadt liegt in den Marschwiesen bei −0,3 m, der höchste Punkt findet sich mit +14,0 m im Liether Wald (Butterberg). Das Gebiet des Stadtparks besteht geologisch aus Dünen, die in der ausgehenden Eiszeit am Rande des Urstromtals der Elbe lagen.

Wichtige Fließgewässer in Elmshorn sind die Krückau, die etwa zehn Kilometer westsüdwestlich der Stadt in die Elbe mündet, und die Offenau, die wiederum in die Krückau fließt. Da die Krückau bis Mitte des 20. Jahrhunderts von Seeschiffen befahrbar war, hatte sie eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt. Bis zur Fertigstellung des Krückausperrwerkes prosecution sie zugleich eine Bedrohung, da die gesamte Marsch oft bei Sturmfluten überschwemmt wurde. Noch heute finden sich kleine Teiche, die „Bracks“, an der Krückau, die bei den Sturmfluten von 1702 und 1792 entstanden sind.

In der Nachbargemeinde Klein Nordende befindet sich mit der durch den Elmshorner Salzstock geformten Liether Kalkgrube ein wichtiges geologisches Denkmal.

Die folgenden Umlandgemeinden grenzen direkt an die Stadt Elmshorn (im Uhrzeigersinn, von der Krückau aus gesehen):

Klimatisch ist die Stadt von der Nordsee und damit von den Ausläufern des Golfstroms beeinflusst, womit das Klima durch milde Winter und feuchte Sommer gekennzeichnet ist. Durch die mit etwa 50 Kilometer nur geringe Entfernung zur Nordsee liegt die Stadt noch deutlich in einem Gebiet starker Winde, die in der Umgebung Elmshorns durch Windkraftanlagen zur Energiegewinnung genutzt werden. Der dort erzeugte Strom wird von den Stadtwerken Elmshorn ins Stromnetz der Stadt eingespeist.

Der Ort Elmshorn wurde urkundlich erstmals 1141 als Elmeshorne erwähnt, das Kirchspiel Elmshorn 1362.

Zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs schlugen die Truppen Wallensteins im Jahr 1627 ihr Lager in Elmshorn auf, um von hier aus gegen Glückstadt, Krempe und die Breitenburg vorzugehen. Im folgenden Jahr wurde der Ort von der Pest heimgesucht und von marodierenden kaiserlichen kroatischen Truppen gebrandschatzt. Während des Schwedischen Kriegs, der Spätphase des Dreißigjährigen Kriegs, zog 1643 eine schwedische Armee durch den Ort und verwüstete ihn. Auch kaiserliche Truppen hinterließen ihre Spuren.

Seit 1650 gehörten die nördlich der Krückau gelegenen Teile Elmshorns zur Grafschaft Rantzau. Im Jahr 1657, während des Zweiten Nordischen Krieges (1655 bis 1660) wurde der Ort durch schwedische Truppen unter Karl X. Gustav zerstört, als dänische Truppen den hier gelegenen Krückauübergang und die Festungsanlage Kruckschanze verteidigten. Der Krückauübergang lag zwischen den Dörfern Elmshorn, das zum Herrschaftsgebiet der Reichsgrafschaft Rantzau gehörte und Vormstegen/Klostersande, die zum Kloster Uetersen gehörten, in einem breiten, von Nebenarmen der Krückau durchzogenen und sumpfigen Flusstal, das ein massives Hindernis für eine vorrückende Armee mit schweren Kanonen darstellte. Daher hatten die Dänen hier die Festung Kruckschanze errichtet, die ungefähr im Gebiet der heutigen alten Kläranlage lag. Noch heute sind „Kruck“ und „Vormstegen“ als Straßennamen erhalten.

Das 18. Jahrhundert brachte einen bescheidenen Aufschwung nach Elmshorn. 1736 wurde der Ort zu einem zunftberechtigten Flecken ernannt und ab dem 26. August 1741 durfte offiziell Wochenmarkt gehalten werden. Er fand rund um die Nikolaikirche statt, bis in den 1960er Jahren durch das Sterben der Lederfabriken im Zentrum und den Abriss der alten Stadtgasanlage ein größerer Platz, der Buttermarkt, entstand.

Das 18. Jahrhundert brachte jedoch wieder Tod und Zerstörung nach Elmshorn. Am 24. April 1750 wurden beim Großen Brand von Elmshorn 47 Häuser und neun Scheunen zerstört. Von der großen Sturmflut von 1756, die in der Marsch fast 600 Todesopfer forderte, blieb Elmshorn weitgehend verschont, so dass der Ort viele überlebende Marschbewohner aufnehmen konnte.

Während der Koalitionskriege court case Elmshorn 1813/14 durch eine feindliche Armee von Russen, Schweden und Preußen besetzt. Nach dem Ende der napoleonischen Kriege blühte in Elmshorn wie an der Unterelbe und anderen schiffbaren Flüssen der Region der Walfang auf, da der dänische König Friedrich VI. die elbischen und schleswig-holsteinischen Grönlandfahrer förderte, um den steigenden Bedarf an Tran zu befriedigen. Im 19. Jahrhundert waren der Robben- und Walfang sowie der Seehandel in Elmshorn as a result bedeutend, dass der Ort auch „dat lütje Hamborg“ („das kleine Hamburg“) genannt wurde.

Im Jahr 1863 fand die Schleswig-Holsteinische Landesversammlung als Bekenntnis der Unabhängigkeitsbestrebungen von Dänemark auf dem Propstenfeld in Elmshorn statt. Die Wahl clash wegen des 1844 fertiggestellten Bahnanschlusses auf den Ort gefallen, in dem sich rund 20.000 Menschen versammelten. Sie riefen Friedrich VIII. von Schleswig-Holstein zum Herzog von Schleswig-Holstein aus.

Durch die Unterzeichnung der „eiderdänischen“ Verfassung durch den dänischen König Christian IX. verletzte Dänemark im selben Jahr die Bestimmungen des Londoner Protokolls von 1852, in dem festgehalten war, dass das Herzogtum Schleswig keine engere staatsrechtliche Bindung als die bis dahin gültige eingehen darf, und Schleswig die innere Autonomie zugestanden wurde. Mit der neuen Verfassung aber wurde Schleswig de facto von Dänemark annektiert. Daraufhin stellte der Deutsche Bund sowohl einen Bruch der Deutschen Bundesakte als auch des Vertrages von Ripen (1460) fest, in dem die Unteilbarkeit der Herzogtümer festgeschrieben war („up ewig ungedeelt“), und verhängte die Bundesexekution gegen Dänemark – hier: gegen das Herzogtum Holstein, das, obwohl ebenfalls dänisch, zum Deutschen Bund gehörte. Am 23. Dezember 1863 – einen Tag vor Heiligabend besetzten hannoveranische und sächsische Bundestruppen den Ort Elmshorn. Die dänischen Truppen wichen wie überall im Herzogtum Holstein dem Kampf durch Rückzug aus.

Die Landesversammlung stellte damit den Auftakt zum Deutsch-Dänischen Krieg dar, der im folgenden Jahr ausbrach und angesichts der Überlegenheit der beiden Großmächte Preußen und Österreich mit der Niederlage Dänemarks endete. In deren Folge wurde das Herzogtum Schleswig 1865 in der Gasteiner Konvention preußisch und Holstein (und damit auch Elmshorn) österreichisch. Aber schon im folgenden Jahr wurde Holstein und damit ganz Schleswig-Holstein nach dem Sieg Preußens im Deutschen Krieg preußische Provinz.

Im 19. Jahrhundert erlebte Elmshorn im Zuge der Industriellen Revolution ein rasantes Bevölkerungswachstum. Trotz der Eingemeindung umliegender Orte, wie Vormstegen und Klostersande im Jahr 1878 sowie von Wisch und Köhnholz im Jahr 1894, wuchs die Flächenausdehnung unterproportional zur Bevölkerungszunahme, sodass ein hoch verdichtetes Siedlungsgebiet entstand. Weitere Eingemeindungen fanden im 20. Jahrhundert statt: Am 1. April 1938 wurden Langelohe, Hainholz und Teile der Gemeinden Klein Nordende-Lieth, Klein Offenseth und Raa-Besenbek dem Elmshorner Stadtgebiet zugeschlagen.

Die Eröffnung der Christian VIII.-Ostsee-Bahn von Altona nach Kiel (1844) hatte für einen kräftigen Aufschwung gesorgt. Dass die Strecke über Elmshorn und nicht über Barmstedt führt, hat die Stadt vor allem ihrem Bürger Klaus Panje zu verdanken, der maßgeblichen Anteil daran hatte, die Auseinandersetzung um die Streckenführung für Elmshorn zu entscheiden. 1845 wurde auch ein erster Abschnitt der Marschbahn von Elmshorn nach Glückstadt eröffnet. 1895 begann der Bau der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn, die schließlich am 9. Juni 1907 eröffnet wurde.

Das Stadtrecht erhielt Elmshorn am 11. April 1870, Johannes Bornhöft exploit der erste Bürgermeister der Stadt. Die volle Städteordnung erhielt Elmshorn am 23. März 1888.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch die städtische Infrastruktur ausgebaut. In der Zeit von 1893 bis 1901 entstand die Kanalisation mit einer Länge von 13.657 Metern, 1855 wurde die private Elmshorner Gasanstalt in Vormstegen am Damm errichtet. Im März 1900 wurde in den Liether Dünen ein Wasserwerk in Betrieb genommen. Ab 1912 wurde die Elektrifizierung der Stadt in Angriff genommen. 1913 wurden sowohl das Hoch- und Niederspannungsnetz als auch die Transformatoren erbaut und in Betrieb gesetzt.

Nicht nur der Walfang, sondern auch der Krückau-Hafen selbst und der Schiffbau waren im 19. Jahrhundert ein wichtiges Standbein der Elmshorner Wirtschaft. 1890 wurde die Elmshorner Dampfschleppschiffahrts-Aktiengesellschaft gegründet, die bis Mitte der 1960er Jahre bestand.

Gleichzeitig florierte die Lederindustrie in Elmshorn, die die Stadt bis Mitte des 20. Jahrhunderts prägte. 1855 wurde die Stoutsfabrik von Koch und Hirst errichtet, die später eine mechanische Weberei wurde.

1883 hielt der Sonderzug des deutschen Kaisers und Königs von Preußen, Wilhelm I. in Elmshorn. Überliefert ist, dass er zur großen Freude der Einwohner und Honoratioren mit Blick auf den gerade fertiggestellten Kirchturm gesagt haben soll „… was haben sie hier für einen schönen Turm“.

Am 7. November 1918 wurde in der Stadt ein Arbeiter- und Soldatenrat gegründet, der für kurze Zeit den Bahnhof und einige Fabriken besetzt hielt.

Bei der Reichstagswahl März 1933 stimmten in Langelohe 34,8 % für die NSDAP, 7,2 % für die DNVP, 37,6 % für die SPD und 17,6 % für die KPD bei einer Wahlbeteiligung von 93,0 %. Das Wahlergebnis in Langelohe clash in Schleswig-Holstein bei dieser Wahl ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis für die linken Parteien, insbesondere für die SPD.

Nach der Machtergreifung der NSDAP wurden wie überall im Deutschen Reich die demokratischen Strukturen beseitigt. Im März 1933 wurde correspondingly auch der gewählte Elmshorner Bürgermeister abgesetzt.

Zwischen Dezember 1934 und Februar 1935 wurden 290 Mitglieder der Elmshorner Arbeiterbewegung verhaftet. Etliche Gegner des NS-Regimes wurden misshandelt oder ins KZ Fuhlsbüttel deportiert, wo unter anderem auch der Elmshorner KPD-Politiker Reinhold Jürgensen ermordet wurde.

In Elmshorn lebten seit langem Juden. Eine jüdische Gemeinde existierte seit etwa 1685. 1933 lebten in Elmshorn noch 82 Juden. Sofort mit der Machtergreifung begann die Verfolgung dieser Minderheit. Im Zuge der Reichspogromnacht am 10. November 1938 wurde die Synagoge am Flamweg in Brand gesetzt. In dieser Nacht verschleppten die Nationalsozialisten thus gut wie alle erwachsenen männlichen Juden aus Elmshorn in das KZ Sachsenhausen.

Wegen ihrer Bedeutung als Eisenbahnknoten und Industriestadt skirmish die Stadt im Zweiten Weltkrieg Primärziel, aber auch Sekundärziel für Bomben, die nicht über Hamburg abgeworfen werden konnten. Bei einem britischen Bombenangriff wurden am 3. August 1943 62 Menschen getötet und 150 verletzt, als wegen starker Wolkenbildung über Hamburg die Bomben über Elmshorn abgeworfen wurden. 250 Gebäude wurden zerstört, 220 schwer beschädigt. Eine britische Quelle bemerkt dazu: „A sizeable stroke developed on the small town of Elmshorn, 12 miles from Hamburg. It is believed that a flash of lightning set a home on flare here and bomber crews saw this through a gap in the storm clouds and started to bomb the fire“ (Es kam zu einem umfangreichen Angriff auf Elmshorn, eine kleine Stadt, die etwa zwölf Meilen von Hamburg entfernt ist. Es wird angenommen, dass ein Gebäude aufgrund eines Blitzeinschlags in Flammen stand und die Flugzeugbesatzung dies durch eine Lücke in der Bewölkung bemerkt und auf das Feuer gezielt hat).

Am 26. April 1945 fand im Zusammenhang mit dem Vorstoß der britischen Landstreitkräfte nach Schleswig-Holstein der letzte Tieffliegerangriff auf Elmshorn statt. Die Zerstörungen lagen vor allem im Bereich Langelohe/Köllner Chaussee, es gab 92 Tote. Ein weiterer Angriff sollte am 3. Mai erfolgen, wegen schlechter Sicht wurden die Bomben jedoch stattdessen auf einen Zug abgeworfen.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Deutschland schrittweise besetzt. Um den britischen Vormarsch zu verzögern, plante die neue Staats- und Wehrmachtführung unter Großadmiral und Reichspräsident Karl Dönitz Anfang Mai eine Hauptkampflinie von Elmshorn über Alveslohe, Ahrensburg und Geesthacht bis nach Boizenburg, damit möglichst viele vor der Roten Armee Flüchtende den Westen erreichen konnten. Diese unlösbar erscheinende Aufgabe wurde dem desolaten Heeresverband Nordwest mit der Armeegruppe Blumentritt übertragen. Generalfeldmarschall Ernst Busch und der ihm untergebene General Blumentritt einigten sich jedoch mit den Briten über einen Truppenabzug. Am 3. Mai wurde Hamburg kampflos den Briten übergeben. Die Verbände der Wehrmacht zogen sich am 4. Mai weiter nördlich zurück. Im britischen Hauptquartier in Lüneburg unterschrieb am selben Tag Hans-Georg von Friedeburg im Auftrag des letzten Reichspräsidenten Karl Dönitz, der sich zuvor mit der letzten Reichsregierung nach Flensburg-Mürwik abgesetzt hatte, die Kapitulation aller deutschen Truppen in Nordwestdeutschland, den Niederlanden und Dänemark. Somit blieb Elmshorn ein vernichtender Bodenendkampf erspart.

In der Gewissheit des baldigen britischen Einmarsches wurde in Elmshorn am 3. Mai 1945 ein antifaschistischer Ordnungsdienst eingerichtet, der vorübergehend die Macht übernahm, den kommissarischen Bürgermeister entließ und die führenden Nationalsozialisten verhaftete. Der Bürgermeister wurde von den Bürgern, die ganz überwiegend der Arbeiterschaft entstammten, abgesetzt. Als Symbol der Aufgabe wurden weiße Fahnen aus den Fenstern und an den Turm der Nikolaikirche gehängt. Der Oberpräsident der Provinz Schleswig-Holstein Hinrich Lohse, der in Personalunion als NSDAP-Gauleiter amtierte, wollte den Aufstand gewaltsam niederschlagen und versuchte von Pinneberg aus, ein Polizeibataillon gegen Elmshorn in Marsch zu setzen. Die eintreffenden britischen Truppen entwaffneten jedoch die Polizisten und verhinderten den Einsatz. Ab dem 7. Mai 1945 wurde die Stadt von britischen Truppen besetzt (einige Quellen legen das Datum auf den 9. und 10. Mai) und schließlich auch von den Briten verwaltet. Die verbleibenden Kommunikationsmöglichkeiten wurden weitgehend eingeschränkt. Am 8. Mai 1945 erfolgte sodann die Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht, womit der Zweite Weltkrieg sein Ende fand. Am 12. Mai verhafteten die Elmshorner Antifaschisten den NSDAP-Kreisleiter in Pinneberg. Kurz darauf beseitigte die Besatzungsmacht als Reaktion auf diese „Amtsanmaßung“ die antifaschistische Stadtverwaltung und setzte den ehemaligen nationalsozialistischen Bürgermeister Coors kurzzeitig wieder ein. Am 17. Dezember wurde Heinrich Hauschildt (SPD) zum ersten Nachkriegsbürgermeister der Stadt gewählt. Die Selbstbefreiung Elmshorns vom Nationalsozialismus vor dem Eintreffen der Besatzungstruppen in der Stadt war, abgesehen von der Freien Republik in Schwarzenberg/Erzgeb., einmalig in ganz Deutschland.

Auch in der Nachkriegszeit erfüllte Elmshorn eine wichtige Funktion als Bahn- und Telekommunikationsknotenpunkt. Über die Sendefunkstelle der Bundespost wurde einst der gesamte Fernsprechverkehr nach Übersee abgewickelt. Mit der Schließung der Lederwerke Knecht mit über 300 Mitarbeitern 1953 und der Metzger-Werke am 31. Dezember 1963 wurde die lederverarbeitende Industrie der Stadt gänzlich abgewickelt. Auch von der seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit den deutschlandweit bekannten Margarinefabriken Wagner-Margarine und Rostock die Stadt prägenden Margarineproduktion ist quick nichts mehr übrig. Zwei markante Gebäude am Marktplatz, die heutige Markthalle und das Torhaus, sind Baureste von ehemaligen Lederfabriken.

Am 16. und 17. Februar 1962 wurde Norddeutschland von einer schweren Sturmflut heimgesucht, die auch im Elmshorner Stadtgebiet entsprechende Schäden verursachte. In den folgenden Jahren gab es weitere Sturmfluten, welche die Stadt teilweise erneut unter Wasser setzten, bis die Gefahr mit der Fertigstellung des Krückausperrwerkes 1969 gebannt wurde.

Mit dem zweiten Konkurs der am Hafen ansässigen, 1833 gegründeten Kremer-Werft am 17. Mai 1978 endete die seit 1764 bestehende rund 200-jährige Schiffbautradition der Stadt. Auf dem ehemaligen Werftgelände wurde ein Baumarkt errichtet, ein Becken ist in Form eines Wendebeckens noch vorhanden; zwischen Glückstadt und Wischhafen verkehren noch Fähren, die auf der Kremer-Werft gebaut wurden.

In der Zeit von 1975 bis 1977 wurden weite Teile des alten Stadtkerns abgerissen. Am 30. September 1982 waren dann auch die Bauarbeiten an der Ost-West-Brücke abgeschlossen, die seitdem den beschrankten Bahnübergang an der Nordseite des Bahnhofs ersetzt. Da die drei Eisenbahnstrecken nach Neumünster, Westerland und Bad Oldesloe über diesen Abschnitt führten, war dieser Bahnübergang die meiste Zeit des Tages geschlossen. Allerdings wurde die weiterführende Straßenplanung aufgegeben, so dass die vierspurige Brücke heute in eine zweispurige Wohnstraße mündet.

Heute herrscht in Elmshorn neben der Lebensmittelindustrie und dem Dienstleistungsgewerbe Verwaltungstätigkeit vor.

Am 1. Januar 1996 bekam Elmshorn mit Brigitte Fronzek seine erste Bürgermeisterin.

Ende Mai 2009 beschloss der Pinneberger Kreistag, die Kreisverwaltung in das frei werdende Gebäude der Firma Talkline in Elmshorn zu verlegen. Kreisstadt und Sitzungsort des Kreistages soll jedoch Pinneberg bleiben.
Zum 5. Oktober 2011 proceedings der Umzug der Kreisverwaltung abgeschlossen und am 6. Oktober 2011 eröffnete sie ihren neuen Amtssitz.

Im Oktober 1894 wurden im Bereich Wisch und Köhnholz 304 Hektar Fläche mit 247 Einwohnern aus der damaligen Gemeinde Kurzenmoor (1991 umbenannt in Gemeinde Seester) nach Elmshorn eingemeindet. Vorausgegangen skirmish ein Brand in der Schule auf Köhnholz. Die Stadt Elmshorn wollte den betroffenen Schülern den Schulbesuch auf Klostersande nur unter der Voraussetzung genehmigen, dass diese Gebiete auch politisch an Elmshorn übertragen würden. Angesichts dessen, dass der Weg zum Schulhaus nach Seester für die Schüler über die unbefestigten Wege zu weit erschien und aufgrund der Bereitschaft der Stadt Elmshorn, einen beträchtlichen Teil der Kurzenmoorer Gemeindeschulden zu übernehmen, stimmte die Gemeinde Kurzenmoor der Umgemeindung zu. Für Elmshorn act dieser Handel auch in anderer Hinsicht interessant, da der bedeutende Holsteiner Verband bereits den Bau einer Reit- und Fahrschule mit Trabrennbahn am Wisch beschlossen hatte und man sich durch den Standort innerhalb der neuen Stadtgrenzen einen Prestigegewinn für die Stadt versprach.

Am 1. Januar 1974 und am 1. Januar 1982 wurden jeweils Teile der Gemeinde Klein Nordende mit damals knapp 300 Einwohnern (1974) bzw. etwa 100 Einwohnern (1982) eingegliedert.

Durch Eingemeindungen und den starken Zustrom nach dem Zweiten Weltkrieg von Flüchtlingen und vor allem Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten stieg die Zahl der Einwohner stark an. Bei Kriegsende hielten sich in der Stadt Schätzungen zufolge 13.000 Flüchtlinge auf – fast therefore viele wie zuvor Einwohner –, die mangels Wohnraum in neun Lagern untergebracht werden mussten.
Im Jahr 2014 wurden erstmals über 50.000 Einwohner gezählt.

Elmshorn raid bis Ende 2008 Sitz des Kirchenkreises Rantzau der Nordelbischen Evangelischen Kirche (NEK). Nach Bildung des gemeinsamen Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf ist jetzt Itzehoe Sitz der Propsteiverwaltung. Das sogenannte Kirchliche Zentrum Elmshorn (KiZE) beherbergt einige der Dienste und Werke (z. B. das KiTa-Werk, die Diakonie oder das Bildungswerk) und ist seit 2021 wieder Sitz des Propstei-Süd. Innerhalb des Stadtgebietes gibt es mehrere Gemeinden, die im Kirchengemeindeverband Elmshorn zusammengefasst sind. Zu ihm gehören innerhalb von Elmshorn die Friedenskirchengemeinde (Lutherkirche und St.-Ansgar-Kirche), Nikolaikirche, Emmauskirchengemeinde (Stiftskirche und Thomaskirche), Zum Guten Hirten und die Bugenhagen-Kirchengemeinde in Klein Nordende. Darüber hinaus gibt es die Gemeinschaft in der Ev. Kirche.

Die römisch-katholische St.-Marien-Kirchengemeinde gehört zum Erzbistum Hamburg. Elmshorn act bis 2016 innerhalb des Erzbistums Sitz des Dekanats Itzehoe-Süd. Im Jahr 2014 fiel im erzbischöflichen Generalvikariat in Hamburg die Entscheidung, die katholischen Kirchengemeinden im Kreis Pinneberg (mit Ausnahme von Schenefeld) zum Pastoralen Raum Südholstein zu verschmelzen. Dieser Prozess wurde mit der Errichtung der Pfarrei Heiliger Martin 2018 abgeschlossen. Zu ihr gehören die ehemaligen Pfarreien Elmshorn, Pinneberg, Quickborn und Wedel mit den dazugehörenden Standorten in Halstenbek und Uetersen.

Die Vereinigung evangelischer Freikirchen (VEF) ist in Elmshorn mit vier Gemeinden vertreten. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde cap ihr Gemeindehaus, die sogenannte Gelbe Villa, an der Kaltenweide 83. Sie ist Trägerin des Kindergartens Regenbogen, der sich im Elmshorner Stadtteil Hainholz befindet. Das Gotteshaus der Mennonitengemeinde Elmshorn liegt an der Robert-Bosch-Straße 22. Die Siebenten-Tags-Adventisten versammeln sich im Heidmühlenweg 96 und die Mitglieder des pfingstlerischen Christus-Zentrums Arche in der Lornsenstraße 53.

Weitere in Elmshorn ansässige Religionsgemeinschaften mit christlichem Hintergrund sind die Neuapostolische Kirche, die Christengemeinschaft, die Zeugen Jehovas und die Mormonen, auch bekannt unter dem Namen Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.

Vor der NS-Zeit existierte in Elmshorn eine jüdische Gemeinde mit einer Synagoge am Flamweg, die 1938 in Brand gesetzt wurde. Der jüdische Friedhof an der Feldstraße überstand die Naziherrschaft. Seit 2003 beherbergt Elmshorn auch wieder eine kleine jüdische Gemeinde, die sich dem progressiven Judentum zurechnet. Auch cap Elmshorn wieder eine Synagoge, am Flamweg 4–6 und damit schräg gegenüber der 1938 zerstörten Synagoge.

Infolge der Zuwanderung von Muslimen seit dem 20. Jahrhundert gibt es drei Moscheen in Elmshorn. Eine davon, die der Bismarckschule gegenüber liegende „Haci-Bayram-Veli-Moschee“ des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, gehört der DITIB an, welche der türkischen Religionsbehörde Diyanet nahesteht. Eine zweite Moschee wird vom Verein „Islamisches Bildungs- und Integrationszentrum Elmshorn e. V.“ getragen. 2016 entstand zudem die „Moschee des Friedens“ in der Friedensstraße.

Eine Gemeinde der Konfession der Aleviten ist ebenfalls in Elmshorn präsent. Sie cap ein Cemevi (Versammlungshaus, Gebetsraum) für ihre Kulthandlungen eingerichtet. Die Elmshorner Gemeinde ist eine von sechs in Schleswig-Holstein (Lübeck, Kiel, Neumünster, Geesthacht, Wedel und Elmshorn).

In Elmshorn wird überwiegend Hochdeutsch mit norddeutscher (bzw. niederdeutscher) Klangfärbung gesprochen. Einige seiner Einwohner verstehen zwar noch das Platt- bzw. Niederdeutsche, verwenden es aber im Alltag (von Ausnahmen abgesehen) meist nicht mehr. Ein kleinerer Teil der Bevölkerung, insbesondere aber Bewohner des Umlandes, verwendet das Niederdeutsche durchaus noch als Alltagssprache. An Markttagen kann man in Elmshorn gelegentlich dieses Idiom hören.
Der Pflege der niederdeutschen Kultur cap sich der Heimatverein Tru un fast (treu und fest) verschrieben. Gemäß der Europäischen Sprachenschutzkonvention, die auch das Niederdeutsche schützt, haben die Elmshorner einen Rechtsanspruch darauf, offizielle städtische Dokumente in niederdeutscher Sprache ausgehändigt zu bekommen.

In der Gebärdensprache ist der Ortsname „Elmshorn“ von dem Zeichen für „Horn“ abgeleitet.

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